Lyrik
Der Junge
Ein Gedicht
Hinten im Wald, wo der Luchs auch wohnt,
läuft barfuß ein Junge, seine Füße nicht schont.
Er stolpert, er klettert und will hoch hinaus,
Sein Hemd bleibt oft hängen, seine Haare zerzaust.

Er rennt um sein Leben, hat Angst festzufrieren,
sich zu erinnern, zu reflektieren.
So holprig das Rennen oft auch ist -
Lieber rennt er bloß weiter, wobei er vergisst,
wohin er bloß wollte, zu Beginn dieser Hast?

Er rennt um sein Leben, hat Angst festzufrieren,
sich zu erinnern, zu reflektieren.
So holprig das Rennen oft auch ist -
Lieber rennt er bloß weiter, wobei er vergisst,
wohin er bloß wollte, zu Beginn dieser Hast?

So rennt er und rennt - und spürt kaum die Last
Der vergangenen Jahre
Der gebrochenen Herzen
Der Fehler, des Stolperns
Und belastender Schmerzen.⠀
Er will hoch hinaus! Erinnert er sich
Warum und weswegen? Das weiß er nicht.
Fotos: hugorouffiac, Free-Fotos - pixabay.com
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Tilda